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Pressemitteilung vom 26.12.2011:

Linke/Liste Solidarität:
Dinosaurierprojekt stoppen

Nachdem in Folge der Veranstaltung von die Linke/Liste Solidarität mit Dr. Peter Schirmbeck das ganze Ausmaß der geplanten Zerstörungen des Kerns der denkmalgeschützten historischen Opel-Industriearchitektur ins Bewusstsein der Öffentlichkeit dringt, versuchen Magistrat und "Investoren" eine propagandistische Offensive für das geplante Einkaufszentrum.
So werden die geforderten Abrisse in der Presse bereits ohne Frage- und Anführungszeichen als unvermeidlich bezeichnet und die Gegner des Projekts als Leute hingestellt, die "nur" den Schutz von Gebäuden, nicht aber die Entwicklung der Stadt im Blick haben. Das Gegenteil ist der Fall, sagt die Linke/Liste Solidarität. Gerade der Erhalt des historischen Bauensembles bei einer vernünftigen Neunutzung wäre, wie Dr. Schirmbeck ausführte, eine große Chance für Rüsselsheim.

Und solche gemischten Neunutzungen aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Einkaufen ohne Zerstörung der Baudenkmäler wurden bereits in den 1990er Jahren konzipiert, wurden dem Magistrat erneut 2006 in der vom Büro für Industriearchäologie erstellten Denkmalkonzeption nahegelegt und wurden 2007 durch dann von Opel nicht berücksichtigte Investoren aufgegriffen.

Das von "Acrest Property" angekündigte Einkaufszentrum mit mehr als 23..000 qm Verkaufsfläche und angeblich über 100 Geschäften würde dagegen gemäß dem 2008 von der Gesellschaft für Konsumforschung erstellten umfangreichen Wirkungsgutachten nicht nur den Tod der bisherigen Innenstadt sondern auch die Gefährdung weiterer Stadtteil-Einkaufsbereiche wie im Berliner Viertel zur Folge haben. Und dass die Fixierung von am Ende wahrscheinlich mehr als 40 Millionen Euro öffentlicher Gelder auf die Subventionierung der Infrastruktur für die Einkaufsmall, vom linken Stadtverordneten Heinz-Jürgen Krug als "Dinosaurierprojekt" gekennzeichnet, zu einer massiven Vernachlässigung der sozialen, kulturellen, sportlichen und ökonomischen Entwicklung in den Rüsselsheimer Stadtteilen führen würde, steht für die Linke/Liste Solidarität außer Frage.

Sie hofft nun, dass den Erpressungsversuchen der Investoren von zwei Seiten Widerstand entgegengesetzt wird. Zum einen vom Landesamt für Denkmalschutz, das die gefährdeten Bauten selbst als "Industriearchitektur von Weltrang" einstufte, zum anderen und vor allem durch die engagierten Rüsselsheimer Bürgerinnen und Bürger, die sich das wertvolle kulturelle Erbe nicht durch das x-te Einkaufszentrum im Rhein-Main-Gebiet mit den immergleichen "Ankermietern" zerstören lassen wollen.

 

 

 

 

 
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